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Elektronik-Uhr „20 Jahre DDR“

Diese anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der DDR in Kleinserie hergestellte Terminuhr war ursprünglich als Geschenk für ausländische Gäste der offiziellen Staatsfeierlichkeiten gedacht und sollte die Wettbewerbsfähigkeit der DDR auf dem Gebiet der Elektronik veranschaulichen. Die Uhr verfügt über eine Weckfunktion und eine vierstellige digitale Zeitanzeige in Form von Nixie-Röhren. Die Weckzeit wird über acht Drucktasten gewählt durch eine mechanische Anzeige dargestellt.
Ist die vorgewählte Weckzeit erreicht, erklingen die ersten acht Töne der DDR-Nationalhymne „Auferstanden aus Ruinen“ und eine Minute lang leuchten Glimmlampen innerhalb des an der Frontseite befindlichen symbolisierten Lochstreifens intermittierend auf.
Dieser Streifen enthält einen Teil der Grußadresse des Zentralkomitees der SED an das Zentralkomitee der sowjetischen Bruderpartei anlässlich der ersten Datenfernübertragung von Leipzig nach Moskau während der Leipziger Frühjahrsmesse 1969.
Neben der Zeitwahleinheit befindet sich ein Schriftfeld für terminbezogene Notizen. Diese löschbare Wachsschreibunterlage funktioniert nach dem Prinzip der sogenannten Zaubertafeln für Kinder. Ein hierfür benötigter Metallstift ist unterhalb der Gerätevorderseite eingelassen und lässt sich an seinem hervorstehenden Ende herausziehen.
So modern die Uhr auf den ersten Blick wirken mag, das verbaute elektromechanische Uhrwerk war alles andere als fortschrittlich. Die Ganggenauigkeit betrug +/- 1 Minute pro Tag.
Sammlung
Abmessungen
Gesamt H: 11,4 cm B: 26,3 cm T: 22,9 cm
Datierung
Inventarnummer
SM 2018-00464 a-d
Karte
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