Lepas anatifera, Entenmuschel

Die Bezeichnung "Entenmuschel" ist irreführend, denn es handelt sich nicht um eine Muschel, sondern um ein Krebstier. Als Larve setzt sich die Entenmuschel auf felsigem Untergrund in der Gezeitenzone des Meeres oder an Treibgut fest, wo sie sich zum ausgewachsenen Exemplar entwickelt. Der lange Stiel ist ein umgewandelter Teil des Kopfes des Krebses. Mit den zwischen den Schalenhälften herausschauenden Rankenfüßen filtert das Tier seine Nahrung, Plankton, aus dem Wasser.
Weil der Umriss der Entenmuschel entfernt an einen Vogel mit langem Hals erinnert, glaubte man in früheren Zeiten, als man noch keine Kenntnis vom Vogelzug hatte, dass aus den Entenmuscheln Gänse- oder Entenarten entstehen, die nur zu bestimmten Zeiten in unseren Regionen beobachtet werden können.
Der Hersteller des Präparates, das Zoologische Institut Wilhelm Haferlandt & Co. GmbH in Berlin, war eine der bedeutenden deutschen Naturalien- und Lehrmittelhandlungen in der Kaiserzeit. Die Handlung firmierte auch unter Haferlandt & Co., Spezial-Institut für Nerven- und Injektions-Präparate.
Material und Technik
Sammlung
Abmessungen
Präparateglas H: 14,5 cm D: 8,5 cm
Datierung
Inventarnummer
SM 2009-0317
Karte
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