Blick über den Schillerplatz auf des Schauspielhaus

Das 1818-21 nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels aufgeführte Schauspielhaus bildet den Mittelpunkt der symmetrischen Anlage des Gendarmenmarktes. Entsprechend der Aufgabe, dort anstelle des 1817 abgebrannten Nationaltheaters ein kleines Theater, einen Konzert- und Festsaal sowie Proben-, Magazin- und Nebenräume zu schaffen, entwickelt der Architekt eine Dreiteilung des Gebäudes: das erhöhte Theater in der Mitte, mit ionischem Portikus und reich gestaltetem Giebel zum Gendarmenmarkt ausgerichtet; am linken Flügel der Konzertsaal und im rechten die technischen Räume. Der Skulpturenschmuck am Schauspielhaus wird nach Modellen von Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck ausgeführt. Auf dem Giebelfeld der Säulenvorhalle ist das Schicksal der Niobe als Symbol der Tragödie dargestellt, darüber an der Hauptfassade der geflügelte Eros mit Sinnbildern des Trauer- und Lustspiels. Bekrönt wird der zentrale Baukörper durch eine Plastik des Apollon Musagetes mit Greifengespann. Die von Alois Hirt formulierte lateinische Inschrift auf der Frieszone feiert Friedrich Wilhelm III., der "das durch Brand zerstörte Theater nebst seinem Konzertsaal" 1821 neu erstehen ließ. An den seitlichen Giebeln Standbilder der neun Musen und auf den Wangenmauern der Freitreppe musizierende Knaben auf einem Löwen (rechts) bzw. einem Panther sitzend.
Das Marmordenkmal für Friedrich Schiller von Reinhold Begas 1871 enthüllt, die 1935 abgebaute Statue 1988 wieder aufgestellt.
Material und Technik
Sammlung
Abmessungen
Bild H: 16,5 cm B: 21 cm
Datierung
Berlin, um 1880
Inventarnummer
IV 87/71 V