Blick auf das Gebäude der Reichsbank, Jäger-, Ecke Oberwallstraße

1765 nimmt die Königliche Giro- und Lehnbank ihren Geschäftsbetrieb in den Erdgeschossräumen des ehemaligen Jägerhofes auf dem Areal zwischen Jäger- und OberwallStraße auf. Nachdem in den Folgejahren Nachbargrundstücke aufgekauft werden, wird 1837 ein Umbau ausgeführt und bald nach der Umwandlung der Bank in die „Preußische Bank“ 1847 ein großzügiger Neubau beschlossen.
1868 beginnen unter der Leitung von Friedrich Hitzig die Arbeiten dazu und werden 1876 mit dem Hauptbau an der JägerStraße beendet. Das infolge der Reichsgründung 1871 als „Kaiserliche Deutsche Reichsbank“ benannte Geldinstitut ist im Neorenaissancestil mit einer prachtvollen Fassade aus gemusterten Rohziegelflächen aufgeführt. Die Skulpturengruppe auf der Attika stammt von Julius Franz und stellt Germania als Beschützerin von Handel, Schifffahrt und Industrie dar.
Nach schweren Kriegszerstörungen wird die Ruine in den 1950er Jahren abgetragen.
Die alten, holzverkleideten Straßenpumpen, wie hier auf dem Bürgersteig vor dem Bankgebäude, verschwinden nach 1875 allmählich aus dem Straßenbild, sie werden durch Rohrbrunnen ersetzt.
Material und Technik
Sammlung
Abmessungen
Bild H: 16,5 cm B: 21 cm
Datierung
Berlin, um 1880
Inventarnummer
IV 87/83 V