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Das Zeughaus Unter den Linden

unsigniert. zugeschrieben Leopold Ahrendts
Der Grundsteinlegung 1695 durch Kurfürst Friedrich III. für sein Waffenarsenal gingen Pläne von Oberbaudirektor Johann Arnold Nering voraus unter Verwendung eines Entwurfes von Nicolas Francois Bondel. Nach Nehrings Tod über nahmen Martin Grünberg, Andreas Schlüter und Jean de Bodt nacheinander die Bauleitung. 1706 wurde das Haus äußerlich fertiggestellt, so daß König und Bauherr Friedrich I. über dem Hauptportal sein Reliefbildnis und die Widmungsinschrift anbringen lassen konnte. Die bildnerische Ausschmückung des Gebäudes lag in den Händen des Bildhauers Andreas Schlüter, von dem die Modelle für die 22 Köpfe sterbender Krieger auf den Schlußsteinen der Hoffenster stammen. Diese ergreifenden Darstellungen des Sterbens sind eine Anklage gegen den Krieg und seine Schrecken. Die Entwürfe der Figurengruppen und Reliefs stammen ebenfalls von Schlüter und Guillaume Hulot. Der Innenausbau war erst 1729 nach dem Einbau der Treppen fertiggestellt. Das Zeughaus Unter den Linden 2, ein monumentaler, doppelgeschossiger Bau auf einer quadratischen Grundfläche mit vier nahezu gleichen Seitenfronten und einem quadratischen Innenhof ist der größte erhaltene Barockbau Berlins. Zwischen 1817 und 1821 nahm Friedrich Schinkel eine Restaurierung vor. Zur gleichen Zeit begann der Aufbau eines Militärmuseums. Ursprünglich waren im Untergeschoß die Kanonen und im Obergeschoß die Gewehre und Hiebwaffen sowie Trophäen aus den Feldzügen untergebracht. 1844 fand die erste Gewerbausstellung im Zeughaus statt.
Das Motiv des Zeughauses findet in verschiedenen Arbeiten Gaertners zu Darstellungen der Straße Unter den Linden Verwendung.
Sammlung
Abmessungen
Bildmaße H: 22,8 cm B: 18 cm
Datierung
Berlin, o. J. [um 1856]
Inventarnummer
GE 2004/223 VF
Karte
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