Die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden von Süden

Als zweites Bauwerk an seinem „Forum“ lässt Friedrich II. anstelle eines anfangs geplanten Schlosses ein stattliches Palais für seinen jüngeren Bruder, den Prinzen Heinrich, errichten. Der Bau entsteht ab 1748, vermutlich ebenfalls nach Plänen Georg Wenzeslaus von Knobelssdorffs, durch Johann Boumanns d.Ä. und wird von Carl Ludwig Hildebrandt bis 1766 - unterbrochen durch den Siebenjährigen Krieg - vollendet. Das dreistöckige Hauptgebäude und zwei Seitenflügel, von denen sich der östliche auf das gegenüberliegende Opernhaus bezieht, bilden einen zur Straße hin offenen Ehrenhof. Dessen Eingang flankieren seit 1883 die Marmordenkmäler der Brüder Wilhelm (links) und Alexander (rechts) von Humboldt von Martin Paul Otto bzw. Reinhold Begas. Nach dem Tod des Prinzen 1802 dient das Gebäude verschiedenen Mietern. 1809 übergibt Friedrich Wilhelm III. das Palais der neugegründeten Universität, die 1810 mit 256 Studenten den Lehrbetrieb aufnimmt und seit 1828 den Namen des preußischen Königs trägt.
Im II. Weltkrieg ausgebrannt, 1947-54 und 1958-62 rekonstruiert, seit 1949 Humboldt-Universität.
Material und Technik
Sammlung
Abmessungen
Bild H: 15,7 cm B: 21,5 cm
Datierung
Berlin, um 1885
Inventarnummer
IV 87/328 V
Karte
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