Tasse mit Unterschale, Porträtrelief Ernst Rosenstiel

Diese Tasse stammt aus dem Nachlass der Familie des Friedrich Philipp Rosenstiel, der von 1796 bis zu seinem Tode die Königliche Porzellanmanufaktur zu Berlin leitete. Sie ist eine Gedenktasse auf den Tod des jüngeren Sohnes Ernst, der am 2. Mai 1813 in der Schlacht bei Großgörschen - in den „Befreiungskriegen“- so schwer verwundet wurde, dass er kurz darauf starb; vielleicht angefertigt zu seinem fünften Todestag: Zypressenzweig und Eichenlaub weisen in ihrer allegorischen Bedeutung darauf hin. Das Bildnis selbst stimmt nicht mit dem Stil des Leonhard Posch (1750-1831) überein, dem als überragendem Medailleur die vergleichbaren etwa 150 Porträtreliefs zugeschrieben werden, die von der KPM Berlin in Bisquit ausgeformt wurden. Man ist daher eher versucht, an Gottfried Schadow (1764-1850), den Schwiegersohn Friedrich Philipp Rosenstiels, zu denken, der vielfach bildhauerische Arbeiten auch für die Manufaktur geliefert hat, und in diesem Falle auch persönlich engagiert gewesen sein mag.
Sammlung
Abmessungen
Tasse H: 11,7 cm B: 10,5 cm
Datierung
Inventarnummer
KGK 67/6 a+b
Karte
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