Sperber, Accipiter nisus, weiblich

Männliche Sperber sind deutlich kleiner als die weiblichen Tiere. Sie sind sehr geschickte und wendige Flieger, die ihre Beute, überwiegend Vögel von Sperlings- bis Taubengröße, meistens in niedriger Flughöhe erjagen. Sperber sind ursprünglich Waldbewohner, brüten jedoch in einigen westdeutschen Städten inzwischen auch im Innenstadtbereich in Grünanlagen mit Baumbestand. Bei der Jagd verfolgen sie ihre Opfer im Siedlungsbereich manchmal sogar bis in Wohnräume hinein. Mitte der 1950er Jahre gingen die Bestände des Sperbers in West- und Mitteleuropa durch die Einwirkung von DDT stark zurück. Die Greifvögel nahmen dieses Pestizid über ihre Beutetiere auf, in deren Körper es ebenfalls über die Nahrung gelangt war. Das DDT ließ sowohl bei den Sperbern als auch bei anderen Greifvogelarten die Bruterfolge drastisch sinken. Seit dem Verbot des Giftes erholen sich die Bestände wieder. Nach der Roten Liste von 2013 ist der Sperber in Berlin mit 40 - 50 Brutpaaren vertreten. Er steht auf der Vorwarnliste.
Sammlung
Abmessungen
Präparat H: 18,5 cm B: 30 cm T: 17 cm
Datierung
Inventarnummer
S 95-35
Karte