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Wilhelm von Humboldt an Herrn Pahl

Brief Wilhelm von Humboldts (22.06.1767, Potsdam - 08.04.1835, Berlin-Tegel) an seinen langjährigen Sekretär Pahl, der später eine Anstellung als Aufseher in der ägyptischen Sammlung erhielt.

Es thut mir sehr leid, mich für das Gesuch welches Sie, mein
lieber Herr Pahl, an den Herrn Grafen von Brühl gerichtet haben,
so gern ich Ihnen behülflich sein möchte, nicht verwenden zu können.
Ich selbst würde nicht dafür stimmen, den Besoldungs-Etat des
Königlichen Museums durch neue Zulagen zu erhöhen. Der übrige
Theil Ihres Gesuchs geht aber so sehr in mir unbekannte Personal
Verhältnisse ein, daß ich darüber nichts zu sagen im Stande bin.
Tegel den 28. Maerz 1834 Humboldt

An
Herrn Pahl Wohlgeboren im Königlichen Museum


Umschlag:
Sr Wohlg(eboren)
Herr Galeriediener Pahl
in
Monbijou


Der Brief ist augenscheinlich von anderer Hand (nach Diktat) geschrieben und eigenhändig von Wilhelm von Humboldt unterzeichnet. Ab 1830 litt W. v. Humboldt unter schnell zunehmender Schwäche, Zittern und nachlassendem Seh- und Hörvermögen. Er diktierte deshalb seinem Sekretär in die Feder und verbesserte sowie unterzeichnete eigenhändig.
Der beiliegende Umschlag ist von Alexander von Humboldt beschriftet und gesiegelt.
Carl Friedrich Moritz Paul Graf von Brühl (18.05.1772 - 09.08.1837), Königlich-Preußischer Wirklicher Geheimer Rat, war 1829 bis 1837 Generalintendant der Museen in Berlin.
Abmessungen
H: 25,8 cm B: 21 cm
Datierung
Inventarnummer
HU 99/184 QA
Karte
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